Forschung

An unserem Institut kommt Beratung und Forschung die gleiche Bedeutung zu. Deshalb ist es uns ein Anliegen, Erkenntnisse aus der Beratung auch in der Theorie zu hinterfragen. So stehen unsere Hypothesen und Modelle nicht nur ständig auf dem Prüfstand der Praxis, sondern müssen sich gleichzeitig auch im wissenschaftlichen Diskurs bewähren.

Wir wollen eine Brücke zwischen der Praxiserfahrung aus der Beratung und der Erkenntnistiefe valider Forschung bilden. Dies tun wir in einem engen Austausch mit unseren BeraterInnen, unserem Forschungsteam, unseren KundInnen und VertreterInnen verschiedener, internationaler Forschungseinrichtungen.

Das Ausarbeiten von Forschungsanträgen und die Teilnahme an internationalen Konferenzen zu unserem Thema ist dabei genauso ein fixer Bestandteil unserer Arbeit wie das Sammeln von forschungsrelevanten Daten direkt im Feld der Praxis, vor Ort bei unseren KundInnen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen der Soziologie, der Philosophie, der Psychologie, der Wissensökonomie, der Sozial-/Humangeographie, der Stadt- und Raumforschung, der Kreativitäts- und Innovationsforschung, als auch aus dem Feld der Wirtschaftswissenschaft bilden die Basis unserer angewandten Forschung.

Methoden & Modelle

SOZIALKAPITALANALYSE

 

Wir haben als Methode eine eigene Form der Sozialkapitalanalyse entwickelt.

Diese baut auf bestehenden Instrumenten (aktuellen Standards der Forschung in den Sozial-, Human- und Wirtschaftswissenschaften) auf und erlaubt eine sehr präzise Formulierung von Forschungsfragen, die auf den jeweiligen Kontext zugeschnitten und mit den Beteiligten abgestimmt sind.

In diesem Sinn fühlen wir uns der Partizipativen Handlungsforschung verpflichtet. Damit bewegen wir uns im Feld der qualitativen und auch qantitativen angewandten Forschung. Denn einerseits baut der Beratungsprozess bereits auf wissenschaftlichen Fundamenten auf, in Form von Theorien und Modellen, die von ForscherInnen in den letzten Jahren und Jahrzehnten entwickelt und diskutiert worden sind. Andererseits ergeben sich auch aus der Beratung Fragestellungen und Beobachtungen, die in den Forschungsprozess Eingang finden und somit die theoretischen Fundamente in Frage stellen und weiterentwickeln. 

Wissenschaftliche Erkenntnisse in die Beratung einfließen zu lassen, ist mit dem Anspruch verbunden, ausgehend von der Beratungs- und Entwicklungstätigkeit Hypothesen für die Forschung zu formulieren und in die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft einzubringen. 

DATENERHEBUNG

 

Diese kann in unterschiedlichen Experimentalsettings stattfinden. Die Entscheidung über die verwendeten Methoden ist von der Fragestellung abhängig.

Welches Ergebnis soll erreicht werden? Welche Form der Aussagen sollen getroffen werden können? Geht es darum, eine quantitative Aussage über ein beobachtetes Phänomen zu machen, oder soll dem Phänomen in einer qualitativen Erhebung auf den Grund gegangen werden?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Mischform dieser beiden Forschungsmethoden das bestmögliche Ergebnis bringt. Es kann sich dabei um einen Online-Fragebogen handeln, eine persönliche Befragung anhand eines Leitfadens, usw. 

Die Datenerhebung findet in anonymisierter Form statt, so dass man nicht erkennen kann, von welcher Person, welche Aussagen gekommen sind.

Für spezifische Firmenlösungen im Zuge der Erhebung und Auswertung kontaktieren Sie uns bitte unter office@4dimensions.at.

FRAGEBOGENENTWICKLUNG

 

Bevor wir mit der Entwicklung eines Fragebogens beginnen, bedarf es zunächst der Eingrenzung des Themenfeldes und der klaren Formulierung einer spezifischen Fragestellung. Im zweiten Schritt starten wir dann mit der Erarbeitung der Fragen für den Fragebogen.

Warum ist es uns so wichtig, zuerst die Fragestellung bzw. die Eingrenzung des Themenfeldes zu erarbeiten? Würde man dies nicht tun, ist die Versuchung groß, das zu fragen, was vermutlich leicht abgefragt werden kann, und nicht nach den für eine Organisation relevanten und entscheidenden Punkten.

Wie grenzen wir die Themenfelder und Fragestellungen ein?
In Zusammenarbeit mit unseren KundInnen und auch basierend auf aktuellen Problemstellungen im beruflichen Alltag und Diskussionen im wissenschaftlichen Kontext, aber auch im Bereich der Medien, entscheiden wir, mit welchen Themen und Fragen wir uns in zukünftigen Forschungsprojekten beschäftigen werden.

Wir sind uns der Möglichkeiten und Grenzen von Fragebögen und der Auswertung durchaus bewusst und legen daher ganz besonderes Augenmerk auf die Rahmenbedingungen und eventuelle Quellen der Verzerrung von Ergebnissen, sowie die wissenschaftlich fundierte Formulierung der Fragen. Um eine qualitative Prüfung des Fragebogens bereits vor der tatsächlichen Durchführung der Befragung zu gewährleisten, arbeiten wir mit einem Pre-Testing-Verfahren, in dem es darum geht, herauszufinden, ob die Fragen verständlich und die vorgesehenen Antwortkategorien eindeutig zuzuordnen sind, ob das Layout übersichtlich ist, ob der Fragebogen zu lang ist, ob man sich bei einzelnen Fragen in eine bestimmte Richtung gedrängt fühlt, u.v.m.

DATENAUSWERTUNG

 

Der Befragungs- und Auswertungsvorgang basiert auf fundierten sozialwissenschaftlichen Methoden [deskriptive/explorative statistische Verfahren zur Berechnung von Häufigkeiten, Streuungsmaße, Signifikanz, Korrelation] und wird EDV-unterstützt durchgeführt. Es handelt sich dabei um gängige, in der sozial- und humanwissenschaftlichen Forschung eingesetzte Tools zur Analyse quantitativer und qualitativer Daten.

Warum verwenden wir eine Kombination qualitativer und quantitativer Methoden? Welchen Vorteil sehen wir darin? In manchen Fällen ist die Samplegröße nicht allzu groß, woraus sich, wenn man lediglich quantitative Analysen durchführt, eine Einschränkung in der Aussagekraft der Ergebnisse ergeben kann. Wir sind der Meinung, dass durch die Kombination von quantitativer Erhebung und qualitativer Vertiefung dennoch valide Aussagen getroffen werden können, sofern die zu interpretierenden Aussagen in qualitativer Hinsicht die Resultate aus der quantitativen Auswertung bestätigen, verstärken oder aber klar widerlegen.

HYPOTHESENPAPIER ERKENNTNISPAPIER  

 

Wie Ihnen bereits bekannt ist, handelt es sich bei unserem Unternehmen um ein Beratungs- und Forschungsinstitut. Wann entsteht im Beratungsprozess welche Form des Berichtes? Wir erstellen üblicherweise zwei ausführliche Dokumente: ein Hypothesenpapier in der Vorbereitungsphase des jeweiligen Forschungsprojektes und als Abschlussbericht ein Erkenntnispapier, in dem alle relevanten Daten und Ergebnisse zusammengefasst werden.

Wer hat Zugang zu den Daten? Wer kann Einsicht in die Hypothesen- und Erkenntnispapiere nehmen, die wir erstellen? Im wissenschaftlichen Kontext werden die Ergebnisse und Erkenntnisse in Form von Berichten und Papers der internationalen Community zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt in Form von Einreichungen bei internationalen Konferenzen und Kongressen und dient im Gegenzug der Qualitätssicherung unserer Arbeit in der Forschung sowie in der Beratung. Im wirtschaftlichen Bereich werden die Ergebnisse den am Projekt beteiligten Organisationen zur Verfügung gestellt. Je nach Samplegröße und Anforderungen können auch Auswertungen für einzelne Unternehmen angefertigt werden, um durch den Vergleich mit dem gesamten Sample zu sehen, wo man sich in seiner Entwicklung im Vergleich zu den anderen Mitforschenden befindet. Bei Fragen hierzu kontaktieren Sie uns bitte unter office@4dimensions.at.

Themen

AKTUELLE FRAGESTELLUNGEN


Wir beschäftigen und derzeit mit folgenden Themen und Fragestellungen:

Economic Productivity Impact - Knowledge Productivity Impact – Social Productivity Impact
Wie kann ich die Steigerung der Wertschöpfung umfassend messbar machen?

Der Umgang mit Unsicherheit als produktiver Akt.
Wie kann ich den Ausnahmezustand erfolgreich managen?

Von der aufwandsbezogenen zu ergebnisbezogener Leistungserstellung. 
Wie werden Leistung, Lernfortschritt und Lernerfolg in modernen Organisationen gemessen?

Von der materiellen zur immateriellen Ökonomie.
Basiert die Zusammenarbeit auf Wechselseitigkeit? Wie wird Vertrauen konkret im Arbeitsalltag gelebt? Was bedeutet es, gemeinsame Ziele zu entwickeln, nach gemeinsamen Regeln zu leben? Wie wirkt sich der Umgang mit Unsicherheit, mit Veränderung auf die Zusammenarbeit aus?

Um Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben zu können, kooperieren wir eng mit unseren KundInnen und universitären Partnerinstitutionen.

LEARNING & THE NEW HOW

 

In unserer Forschung beschäftigen wir uns mit den Hintergründen für die Entwicklung von neuen Lernkulturen. Jüngste statistische Erhebungen haben nachgewiesen, dass sich Menschen heutzutage in allen Altersgruppen und vor allem in jeder Phase des Berufslebens weiterbilden wollen. Die entsprechenden Angebote gut zu strukturieren und den MitarbeiterInnen Gestaltungsspielräume für ihren Weiterbildungsweg einzuräumen, ist für Unternehmen eine wichtige Aufgabe, deren Erledigung von den MitarbeiterInnen eingefordert wird. Überdies stellt ein interessantes Bildungsangebot eine wichtige Quelle der Motivation dar.

Deshalb gehen wir auch der grundsätzlichen Frage nach, wie individuelle Ziele und Erwartungen diesbezüglich mit den Zielen und Erwartungen der Organisation abgestimmt werden können. Was bedeutet die Schaffung lernförderlicher Umgebungen hinsichtlich der Strukturierung des Sozialraums, der Interaktion, die sich aufgrund individueller und kollektiver Lernprozesse entwickelt? Welcher Art der Unternehmenskultur bedarf es, damit Wissen ausgetauscht wird und immaterielle Ressourcen (Kompetenzen, Informationen, Netzwerke, Erfahrung) geteilt werden?

LEADERSHIP & CULTURE

 

Betrachtet man ein Unternehmen durch die Brille der Sozialkapitaltheorie, so erscheint es als Netzwerk mit Linien und Knoten. Wer aber verfügt über das Sozialkapital, wo ist es angesiedelt? Bei den Linien, also in den Beziehungen der MitarbeiterInnen untereinander, zwischen Beschäftigten und Führungskräften, zwischen Verantwortlichen verschiedener Abteilungen? Oder muss man Sozialkapital den Knoten zuordnen, d.h. den Personen, die zu bestimmten Zwecken auf die Kompetenzen, die Ressourcen, das Wissen anderer zugreifen? Warum aber stellt jemand sein Wissen, seine Kontakte, seine Ressourcen anderen zur Verfügung?

Offensichtlich genügt es nicht, dass die Einzelnen nur ihre Interessen verfolgen. Es gibt eine andere Ebene, die das Netzwerk zusammenhält, und das ist die Kultur eines Unternehmens. Ist diese erkennbar, nachvollziehbar, gibt es Regeln, Verhaltens- und Handlungsweisen, die die einzelnen „Knoten“ verbinden? Genau dieses Verbindende muss täglich neu hergestellt werden. Und dabei spielen Führungskräfte eine besonders wichtige Rolle. Sie verbinden die Arbeit der einzelnen MitarbeiterInnen mit der Struktur der Organisation. Sie prägen dadurch das soziale Gewebe, das die Kultur eines Unternehmens ausmacht, entscheidend mit.

Unser Interesse in der Forschung ist es, Handeln in Organisationen im Sinne der Kultur zu verstehen. Die Knoten (die zur Organisationen gehörenden Personen, aber auch Kunden, Kooperationspartner, Zulieferer) handeln nicht nur im eigenen Interesse. Ihre Entscheidungen und ihr Handeln sind in die Gestaltung von Beziehungen eingebettet. Oft geht es um ein gemeinsames Verständnis, um Werte wie Vertrauen, um Verhaltensweisen, die erwartet werden. In der Forschung gehen wir deshalb der Frage nach, was der Beitrag des Einzelnen, vor allem der Führungskräfte, zu einer gemeinsamen Unternehmenskultur sein kann. 

PROJEKTMANAGEMENT & TRANSPARENZ

 

Ein Unternehmen ist nicht nur ein Netzwerk aus Personen. Es ist auch ein Netzwerk aus, Plänen, Aufgaben, Projekten, die miteinander in Verbindung stehen. Wie dynamisch das Leben von Organisationen ist, zeigt sich an der Vielfalt und großen Zahl an Projekten, die angebahnt werden, in Umsetzung befindlich sind oder als abgeschlossene Vorhaben einen Schatz an Erfahrungen, Lernprozessen und Einsichten bilden.

Eine Unzahl an Methoden, Instrumenten und Prozessen ist in den letzten Jahrzehnten entstanden, um jenseits der Linie, der vorgegeben Hierarchie und Struktur die vielen Projekte umsetzen zu können, die das Leben einer Organisation ausmachen. Und dennoch kommen Projekte in die Krise, scheitern unter Umständen trotz perfekter Vorbereitung und optimierter Prozesse. In der Forschung beschäftigen wir uns deshalb mit den Aspekten, die abseits der bekannten Faktoren und Parameter für das Gelingen bzw. Scheitern von Projekten verantwortlich sind.

So haben wir für ein großes Unternehmen ein Messinstrument zur Bewertung von Projekten erarbeitet, das nicht nur die finanziellen Indikatoren einbezieht, sondern auch das Humankapital, also die Entwicklung des Wissens, der Erfahrung und der Kompetenzen der Beteiligten, sowie das Sozialkapital, also die Art und Weise, wie die Beziehungen in dem Projekt gestaltet wurden. Dieses Instrument wurde bereits erfolgreich eingesetzt.

Des Weiteren beschäftigen wir uns mit Erkenntnissen und Methoden aus Soziologie und Psychologie, die es ermöglichen, den Einfluss der Kultur, der Interaktion, der Motivation sowie der Gestaltung von Strukturen auf den Projekterfolg zu messen. Wir verstehen Transparenz bezogen auf Projekte nicht nur als perfekte finanzielle Gebarung und makelloses Berichtswesen. Bei Transparenz geht es um die Art und Weise, wie Aufgaben verteilt werden, wie die MitarbeiterInnen von den Führungskräften unterstützt und begleitet werden, wie sich die tägliche Kommunikation gestaltet. Mittels der von uns verwendeten wissenschaftlichen Instrumente können solche Prozesse, Handlungsweisen und Beziehungen erfasst und analysiert werden.

Studien & Ergebnisse

Im Rahmen unserer Forschungstätigkeit bearbeiten wir Themen und Problemstellungen, die aus unserer Beratungstätigkeit heraus entstehen. Damit bewegen wir uns in unserer Forschung im Bereich der angewandten Forschung, welche wir auch unter dem Begriff der Partizipativen Handlungsforschung zusammenfassen. Darüber hinaus sind wir damit beschäftigt, für das Menschenbild, das wir unserer Arbeit zugrunde legen, einen adäquaten wissenschaftlichen Rahmen zu finden. 

Diesen Rahmen haben wir in den letzten Jahren ausgehend von sozial- und humanwissenschaftlichen sowie sprachphilosophischen Theorien, aber auch basierend auf der Akteur-Netzwerk-Theorie und sozialpsychologischen Erkenntnissen entwickelt.

Vorgestellt wurde unsere Arbeit bereits im Rahmen von Vorträgen auf Einladung zu internationalen Konferenzen und Universitäten. Beispiele hierfür sind das Corporate Governance Center am Birkbeck College der University of London, die 8. Critical Management Studies Conference in Manchester, die 2. OFEL-Conference on Governance, Management and Entrepreneurship in Dubrovnik, sowie bei Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen zu den Themen Wissensarbeit und den Auswirkungen des demographischen Wandels auf Organisationen.

Aus der Vortragstätigkeit sind mittlerweile einige akademische Beiträge in Fachzeitschriften bzw. Kongressakten nach dem Peer-Review-Verfahren hervorgegangen.

CORPORATE GOVERNANCE CENTER BIRKBECK COLLEGE, UNIVERSITY OF LONDON

 

Seit längerem stehen wir in regem Austausch mit Dr. Luca Andriani, der am Birkbeck College der University of London lehrt und forscht. Da Sozialkapital einen seiner Forschungsschwerpunkte darstellt, war er von Beginn an sehr interessiert an unserem  Zugang zu diesem Thema. Über die wissenschaftliche Fundierung unserer Beratungsmodelle versuchen wir, das Sozialkapital und die soziale Produktivität in Organisationen messbar zu machen. Diese Entwicklung von Messinstrumenten ist Gegenstand unseres Austausches mit Dr. Luca Andriani und anderen Forschern am College. Neben mehreren Workshops in Wien und London hatten wir im Februar 2013 die Gelegenheit, im Rahmen einer Vortragsreihe am Corporate Governance Center des Birkbeck College unsere Arbeit in Forschung und Beratung zu präsentieren.

Das Birkbeck College ist eine der ältesten Institutionen im Bereich der berufsbegleitenden Weiterbildung. Insofern stellt es für uns einen besonders interessanten Ort der Verbindung von akademischer Lehre, Forschung und praktischer Erfahrung in Wirtschaft und Gesellschaft dar. Die Präsentationsinhalten lesen Sie hier.

8. CRITICAL MANAGEMENT STUDIES CONFERENCE IN MANCHESTER

 

Bereits zum zweiten Mal nahm unser Leiter der Forschung Klaus Neundlinger im Juli 2013 an der alle zwei Jahre stattfindenden Critical Management Studies Conference teil, die diesmal von der University of Manchester ausgerichtet wurde. Dabei hatte er Gelegenheit, im Rahmen seines Vortrags eine theoretische Perspektive auf Themen zu werfen, die sich aus unserer Beratungspraxis entwickelt haben. Konkret ging es um die Frage, welche Formen der sprachlichen Kommunikation dafür verantwortlich sind, dass innerhalb von Projekten bzw. projektübergreifend Aufgaben verteilt und übernommen, Ansprüche erhoben, Erwartungen formuliert, Commitments eingegangen werden oder Kritik geübt wird. Es sind die feinen Töne in der täglichen Interaktion in Projekten, auf die es zu hören gilt, wenn man die soziale Produktivität von Teams bestimmen will. 

Den Vortrag hielt Klaus Neundlinger im Rahmen des Workshops „Reflexivity – Advances in the Study of Organizational Change“, der von Prof. Manfred Moldaschl konzipiert und geleitet wurde. Der auf dem Vortrag beruhende Artikel wird in einer Nummer des International Journal of Work Innovation erscheinen.

2. OFEL-CONFERENCE ON GOVERNANCE, MANAGEMENT AND ENTREPRENEURSHIP IN DUBROVNIK

 

Aus einer akteurstheoretischen Perspektive beleuchtet der Beitrag „Project Management Office – an Opportunity for Organisational Development“ die Arbeit, die wir in unserer Beratung in mehreren Organisationen geleistet haben, um Project Management Offices aufzubauen. Wie ist es möglich, Projektmanager untereinander besser zu vernetzen, ihnen Plattformen des Wissensaustausches, des Voneinander-Lernens bereitzustellen, die sie auch aktiv nutzen?

Dazu ist es notwendig, sie als strategische Akteure organisationalen Wandels wahrzunehmen. Sie sorgen für Vertrauen und intensiven Austausch mit den Kunden und nehmen unter Umständen Marktentwicklungen früher und besser wahr als andere Unternehmensteile. In diesem Sinn können sie wichtige Informationen für die Entwicklung neuer Produkte und die Verbesserung bereits angebotener Leistungen an andere Abteilungen der Organisation weitergeben. Der Beitrag für die Konferenz in Dubrovnik hat bereits das Peer-Review-Verfahren durchlaufen und dabei hervorragende Bewertungen erhalten. Er wurde für die Publikation ohne Änderungsvorschläge angenommen. Den eingereichten Abstract lesen Sie hier.

ASSOCIATES DEVELOPMENT

 

Zwischen Mai und November 2013 führten wir gemeinsam mit unserem Forschungspartner create.at eine Machbarkeitsstudie durch. Diese setzte sich mit der Frage auseinander, welche Form der Aufbereitung von Inhalten im Rahmen betrieblicher Fortbildung von LernerInnen in Bezug auf welche Phase als besonders anregend empfunden werden. Wir gehen davon aus, dass es zweierlei Umfelder bedarf, um Lernmotivation zu schaffen: einerseits ein virtuelles, das durch die neuen Informationstechnologien immer anregender gestaltetet werden kann; andererseits aber auch ein soziales, d.h. kollektive Räume der Wertschätzung, der Kreativität und der Zielklarheit, die es den LernerInnen möglich machen, ihr Wissen adäquat in die Organisation einzubringen.

Des Weiteren versuchten wir über eine qualitative Befragung, etwas über den Umgang von MitarbeiterInnen mit den Themen Lernen und Weiterbildung  zu erfahren. Wir entwickelten wichtige Fragestellungen in Form eines ExpertInnenzirkels gemeinsam mit Personalverantwortlichen aus sieben großen Organisationen. Erste Ergebnisse dieser Studie stellten wir in einem Beitrag vor, der für die Konferenz zum Thema Computer Supported Education in Barcelona geschrieben und dort auch im Rahmen eines Review-Verfahrens angenommen wurde. Lesen Sie hier das Position Paper.

Participate

WARUM UND WESHALB

 

Unternehmen erfolgreich zu führen wird nicht einfacher. Eine Vielzahl von Faktoren ist zu beachten: der Druck von außen, durch den Markt, die Konkurrenz, die internationale Verflechtung der Wertschöpfungsketten; der Druck nach innen, über ergebnisbezogene Arbeitsgestaltung, die viele Freiräume lässt, jedoch auch Überlastung hervorrufen kann.

Es gilt, auf der Höhe der technologischen Entwicklung zu bleiben, Innovationen zu ermöglichen, Lösungen für Kundenprobleme zu finden. All das bedarf einer dynamischen, aber auch robusten Organisation.

Viele Rezepte werden angeboten, manche als wahre Wundermittel angepriesen, um die verschiedensten organisatorischen Probleme anzugehen und zu lösen. Dabei ginge es doch darum, sich Zeit zu nehmen, um Fragen zu formulieren. Sich diese Zeit zu nehmen, stellt eine lohnende Investition dar.

Das eigene Unternehmen für Forschung zu öffnen, ist der richtige Weg, denn hier werden keine Wundermittel versprochen, sondern gemeinsam Fragen erarbeitet und mit bewährten Methoden bearbeitet.

Forschung, wie wir sie verstehen, bedeutet jedoch nicht graue Theorie. Die wissenschaftlichen Grundlagen erarbeiten wir abgestimmt auf die Bedürfnisse von Unternehmen. 

MITWIRKEN

 

Wenn Sie aktiv an der Forschung mitwirken wollen, können Sie jederzeit in einer der von uns initiierten „New Expert Communities“ Ihre spezifischen Forschungsinteressen einbringen und mit anderen teilen.

Sie erhalten in den regelmäßigen Treffen die neuesten Informationen und Forschungsergebnisse von uns präsentiert und erleben damit angewandte Forschung hautnah.

Folgende „New Expert Communities“ begleiten wir zur Zeit:

 

  • New Perspectives on: Learning & the NEW HOW
  • New Perspectives on: Leadership & Culture
  • New Perspectives on: Creativity & Innovation
  • New Perspectives on: Projects & Transparency

 

Für weitere Informationen zu den derzeitigen Themen kontaktieren Sie uns bitte unter office@4dimensions.at.

WIE FUNKTIONIERT ANGEWANDTE FORSCHUNG?

 

Den Prozess der Forschung verstehen wir als Begegnung auf Augenhöhe. Es geht darum, einander zuzuhören, teilzuhaben an der Expertise des anderen, egal ob diese die Theorie oder die Praxis betrifft.

Fragestellungen und ganz konkrete Probleme einer oder mehrerer Organisationen werden in diesem Prozess aufgenommen und gemeinsam bearbeitet.

Sie partizipieren von Beginn an und können so ein von Ihnen und für Ihr Unternehmen wichtiges Thema mit einbringen.

Die jeweiligen Forschungsprojekte sind über einen Zeitraum von sechs Monaten geplant und unterteilt sich in drei bzw. vier Phasen:

Phase 1: Vorbereitung

Phase 2: Datenerhebung

Phase 3: Ergebnisse

Phase 4: Praktische Umsetzung

 

In der Phase 4 begleiten wir Sie im TUN. Unser Angebot an Sie umfasst in diesem Kontext Beratung, individuelles Coaching und Workshops.

Die Erkenntnisse, die wir gemeinsam mit Ihnen in der Phase der Umsetzung generieren, werden dann im Sinne der Partizipativen Handlungsforschung wieder in die Forschung zurück gespielt.

Für weitere Informationen zur angewandten Forschung kontaktieren Sie uns bitte unter office@4dimensions.at

IHR NUTZEN

 

Unserer KundInnen haben nach dem ersten gemeinsamen Forschungsprojekt folgende Nutzenaspekte formuliert:

 

Unbürokratische Forschung mit anwendbaren Ergebnissen

Überschaubarer Forschungszeitraum

Geringer und vor allem überschaubarer Aufwand von Seiten der beteiligten Unternehmen (Ressourcenaufwand)

Transparente Darstellung der jeweiligen Forschungsprojektkosten

Offene Kommunikation und Austausch mit KollegInnen aus anderen, aber auch gleichen Branchen zu ähnlichen Problemstellungen, der in einem anderen Rahmen nie möglich gewesen wäre.

Vernetzung über die eigenen Branchengrenzen hinweg zur Lösungsfindung.

Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Bereichen der Soziologie, der Philosophie, der Psychologie, der Wissensökonomie, der Human-/Sozialgeographie, der Stadt- und Raumforschung, der Kreativitäts- und Innovationsforschung, als auch aus dem Feld der Wirtschaftswissenschaft werden so aufbereitet, dass eine Übersetzung in die tägliche Praxis gewährleistet ist.

FINANZIERUNG ANGEWANDTER FORSCHUNG

 

Aufgrund unserer eigenen Erfahrungen und auch der Erfahrungen unserer KundInnen haben wir uns entschieden, ein Finanzierungmodell zu etablieren, das sich im Forschungskontext noch in den Kinderschuhen befindet.

 

Die CROWD-Finanzierung

Die Entwicklung unseres Stufenmodells für die CROWD-Forschungsfinanzierung resultiert aus unzähligen Gesprächen mit unseren KundInnen und den von uns in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen im Bereich der Forschung.

Die Tatsache, dass wissenschaftliche Forschung hohe Kosten verursacht, ist nichts Neues und auch einer der Hauptgründe, weshalb diese im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und auch politischen Kontext noch nicht in dem Ausmaß Einzug gefunden hat, wie es möglich und auch erforderlich wäre. Gerade die Bereiche der sozial- und humanwissenschaftlichen Forschung werden als oft vernachlässigbar angesehen. Dabei wird ganz übersehen, welche gravierenden versteckten Kosten den Organisationen, aber auch welche soziale Brennpunkte dadurch in unserer Gesellschaft entstehen.

Es ist uns ein großes Anliegen, die Forschung nicht zu exklusivieren und damit so vielen wie nur möglich zugänglich zu machen. Daher unsere Entscheidung zum Stufenmodell für die Investition in die Forschung.

Für weitere Informationen zu unserem CROWD-Forschungsfinanzierungs-Modell kontaktieren Sie uns bitte unter office@4dimensions.at